Neuer Monat, neues Semester, neuer Start: Heute war mein erster Unitag und es gibt viel zu berichten, vom ersten nahen Kontakt zu Känguruhs, über eine Live Übertragung der Vorlesung und einem spannenden Semesterplan...aber alles der Reihe nach...
Auf Tuchfühlung mit einer Känguruhfamilie
Ich war etwas zu früh am Campus und hatte mich unter einen der Sonnenschirme gehockt und saß dort mit einigen Australiern. Auf einmal raschelt es im Busch hinnter uns und als wir uns umdrehten standen sie dort: 2 Känguruhs! Ich musste voll lachen, war aber auch etwas verunsichert, wie man reagieren sollte...aber dann hab ich das süßeste ever entdeckt: Aus der Beuteltasche eines der Känguruhs schaute ab und zu ein Känguruhbabykopf heraus, der nicht größer als meine Hand war. Das war echt ein toller Start in ein neues Unisystem
Was bedeutet ISL?
Meine erste Vorlesung - Physical Activity and Health - trägt diese Abkürzung bei sich. Ich weiß immer noch nicht wofür die Abkürzung steht, es bedeutet aber dass man ein Mikrofon vor sich hat...okay dachte ich, was mag das heißen? Nunja es bedeutet, dass der gesamte Vorlesungssaal überall mit Mikfrofonen, Bildschirmen und Kameras ausgestattet ist, um die Vorlesung live im Internet für die off-campus students zu übertragen. War am Anfang recht ungewohnt, aber man hat sich schnell dran gewöhnt. Ich weiß nicht ob es an der Live Übertragung lag, aber niemand hat eigentlich Fragen gestellt. Dafür hat der Prof immer mal Fragen in den Raum gestellt auf die man dan einfach antwortet ohne formales Melden oder ähnlichem.
Was ist alles anders? - VIELES!
(i) Das Unisystem erinnert mehr an Schule als an das was wir unter Uni verstehen: Man ist kein Noname unter Hunderten von anderen Studenten, sondern man hat Vorlesungen mit vielleicht maximal 50 Studenten. Dementsprechend ist es mucksmäuschenstill und keiner unterhält sich mit seinem Nachbarn, was für eine Plaudertasche wie ich es bin echt ungewohnt ist ;-)
(ii) Die Atmosphäre ist persönlicher, man spricht alle mit Vornamen an und wirklich alle Profs betonen, dass man sich immer bei ihnen melden kann (auch für Sachen die nicht die Uni betroffen wie zum Beispiel Ausgehtipps ;-) )
(iii) Man hat am Ende ne Prüfung, meistens Multiple Choice,
diese zählt aber ncht 100% wie bei uns. Darüber hinaus schreibt man
Assessments während des Semesters oder macht sehr viele praktische
Sachen. Für den Physical Activity Kurs muss ich zum Beispiel ein 12
Wochen Trainingsprogramm für eine bestimmte Patientengruppe
entwickeln zum Beispiel Krebsrehapatienten. Für einen Psychologie
Kurs gibt es eine FIlmliste aus der man einen Film auswählt und
eine Charakterisierung im Hinblick auf bestimmte Aspekte schreiben
muss. Also ich bin gespannt wie mir das gefällt, aber bislang
klingt das alles sehr interessant, aufregend und praxisnah

Jackpot: Outdoor Pursuits
(Aquatics)
Also dieser Kurs scheint echt der Hammer überhaupt zu sein. Ich dachte ja wir würden etwas im Campuspool rumplanschen, aber nein es ist einfach nur geil. Die ersten 6 Wochen machen wir SCUBA Diving (und es hat mich eine Google Recherche gekostet um rauszufinden, dass es sich dabei um Tiefseetauchen handelt) mit dem Ziel einen Internationalen Tauchschein zu erlangen. Dafür haben wir Trainingssessions im Great Barrier Reef und bekommen die Ausrüstung etc gestellt und müssen nur einen Fitness und Gesundheitscheck absolvieren. Danach machen wir 4 Wochen Sailung zwischen Yeppoon und Keppel Island und danach fahren wir in den noch tropischeren Norden für ein Wochenende zum Kanu/Kajak fahren... Freu mich da mega mega doll drauf, denn wann kriegt man schon mal die Gelegenheit im Great Barrier Reef mit Neoprenanzug und Sauerstofflasche den Fischen da unten Hallo zu sagen....





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