Home Blog erstellt am: : 08/02/10 Zuletzt aktualisiert : 17/10/11 15:15 / 97 veröffentlichte Einträge

we have claimed u as an adopted aussie  Verfasst: Montag, den 10. Januar 2011 07:38

Blog von alexdownunder :Alex Down Under, we have claimed u as an adopted aussie

"We have claimed u an adopted aussie" ist der Text meiner letzten SMS, die ich aus Australien erhalten habe, und lässt mich wissen, dass meine australischen Freunde von mir als adopted aussie reden. Wie konnte es soweit kommen?

Nach genau 330 Tagen, 27 Flügen und 8 verschiedenen Zeitzonen sowie fünf verschiedenen Währungen stehe ich mal wieder vor einem Riesenbett voll mit Klamotten und einen viel zu kleinen Koffer. Nach akrobatischen Verrenkungen und einem halben Nervenzusammenbruch ist es dann doch geglückt: Ich habe alles in meine Taschen bekommen und bin somit abflugfertig. Bin ich das wirklich?

Es ist unglaublich was ich in diesem vergangenen Jahr erlebt hab und ich glaube das wird auch noch dauern, bis ich das alles wertschätzen kann. Einige Sachen habe ich zum Beispiel schon hier in den USA über Australien gelernt:

(1) Australien ist wirklich mehr als unbewohnt: Hier in L.A. bin ich inmitten eines Flashmobs gelandet (Thema: No Pants Day) und hab im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erleben können wie viele Menschen in eine U-Bahn passen. In Australien hatte ich ein U-Bahnabteil für mich alleine

(2) Australien hat wunderschöne Strände aber keine Strandkultur: Durch die starke Sonnenbelastung in Australien geht man dem Strand eher aus dem Weg wohingegen Venice Beach, Santa Monica und Malibu die Sammelstellen für sämtliche Sonnenanbeter überhaupt sind. Mit dem Rad kann man direkt am Strand entlang fahren, oder sich einfach auf einer der vielen Bänke setzen und den vielen Straßenmusikern und Street Performern zuschauen

(3) australisches Englisch ist wirklich sehr speziell: Nach einem Jahr hab ich mich nicht nur an das australische Englisch gewöhnt, sondern es auch lieben gelernt. Das hat dazu geführt, dass ich gleich am ersten Tag in L.A. gefragt wurde, ob ich Australierin sei. Wie sich später herausgestellt hat, hat mein "no worries" mich entlarvt. Mein Lieblingskommentar war aber von einem australischen Ehepaar: "You have been too long in Australia...You speak with an ozy accent". Dementsprechend musste ich mich natürlich erstmal an das amerikanische Englisch gewöhnen und mir ist folgende Tollpatschigkeit passiert. Ich war im Supermarkt einkaufen, wo ein älterer Amerikaner mit Sonnenbrille Kassierer war. Ich dachte verstanden zu haben, dass er gesagt hat: And you have a beautiful night woraufhin ich natürlich freundlicherweise entgegnet hab: Ohh thanks, you too. Ein verwirrter Blick starrt mich an und wie sich herausgestellt hat, hat man mir keinen schönen Abend gewünscht, sondern ein Kompliment in folgender Form gemacht: And you have beautiful EYES. Jaja, das kann auch nur mir passieren: Einem 50-jährigen mit Sonnenbrille zu sagen, er habe schöne Augen...

Anyways, hiermit geht mein Blog zu Ende. Ich weiß gar nicht was ich noch schreiben soll, denn selbst die knapp 100 Einträge können nicht das im Gnazen erfassen was ich erlebt und gesehen hab. Aber ein Dank gilt auf jeden Fall meinen treuen Blog Lesern, die es mir ermöglicht haben all meine Euphorie zu teilen und dadurch das Gefühl zu haben - trotz Zeitverschiebung, anderer Klimazone und anderer Sprache - irgendwie doch nicht weit weg zu sein!

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2 Tage in 1 - oder wie ich von der Südhemisphere wieder in der Nordhemispähre gelandet bin  Verfasst: Donnerstag, den 06. Januar 2011 05:38

Blog von alexdownunder :Alex Down Under, 2 Tage in 1 - oder wie ich von der Südhemisphere wieder in der Nordhemispähre gelandet bin

Eine kleine Gegenüberstellung wie ich den gleichen Tag an zwei komplett anderen Enden der Welt verbracht habe: Einen davon im sommerlichen Auckland und den anderen im warmen aber dennoch winterlichen Los Angeles

2 pm Neuseeland: Ich sitze bei 30 Grad am Strand von Auckland und genieße die Stille, die tolle Szenerie und das tolle Wetter

2pm Los Angeles: Aus dem Fenster des Flugzeuges sehe ich nur Häuser. Jeder Millimeter ist bebaut. Ich meine kein Wunder: Los Angeles hat halb so viele Einwohner wie Gesamtaustralien, wo man aus dem Flugzeugfenster froh war, wenn man mal einen Baum gesehen hat.

3 -5 pm Neuseeland: Ich sitze immer noch am Strand

3 -5 pm Los Angeles: Ich bin davon begeistert, was sich die Amerikaner zur Begrüßung eingefallen lassen haben während ich der Jackpot Willkommensmusik am Flughafen lausche (die mir bereits nach 30 mInuten der insgesamt 2 Stunden Wartezeit mächtig auf die Nerven ging) und freue mich auf meine Passbefragung

5pm Neuseeland: Ich setze mich in den fast leeren Bus, der mich vom Strand zurück in Aucklands City Centre führt

5pm Los Angeles: Voll bepackt versuche ich am LA Airport (dem größten der Welt angeblich) ein Shuttle zu meinem Hotel zu finden

6pm Neuseeland: Auf dem Weg ins Hotel zurück kaufe ich die letzten Souvenirs

6pm Los Angeles: Noch immer suche und warte ich auf das Shuttle, nachdem ich mittlerweile drei mal die Warteposition gewechselt hab und das Shuttle trotz wilden Gestikulierens an mir vorbeigefahren ist

7pm Neuseeland: Mit dem Airbus bin ich auf dem Weg zum Auckland Int'l Airport

7pm Los Angeles: Mit dem Shuttle bin ich endlich auf dem Weg nach Hollywood und hab einen halben Herzinfarkt bekommen, als der Taxifahrer auf der rechten Straßenseite gefahren ist...

8pm Neuseeland: Ich schlürfe eine Dose Cola mit dem ultimativen Sommerlogo in Form von Wellen und Strand

8pm Los Angeles: Ich schlürfe eine Dose Cola mit Schneesternen als saisonal bedingtem Logo

Fazit: Ich bin positiv überrascht von dem Wetter in Los Angeles; mir wird jetzt aber erst bewusst wie entspannt und relaxxt Australien war. Ich vermisse die leere schöne Szenerie, die Bürokratielosigkeit und einfach die Stille und Ruhe...

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Kia Ora in Aotearoa - Welcome to New Zealand  Verfasst: Dienstag, den 04. Januar 2011 06:54

Blog von alexdownunder :Alex Down Under, Kia Ora in Aotearoa - Welcome to New Zealand

Seit zwei Tagen bin ich nun in Neuseeland, hab aber irgendwie das Gefühl noch in Australien zu sein. Das kann natürlich daran liegen, dass der Flug von Brisbane nach Auckland kürzer war als ein Flug von Perth nach Sydney, aber ich glaube es liegt daran, dass hier die gleiche Sprache gesprochen wird, das Klima das Gleiche ist und das typische Landschaftsbild von Wasser, Strand und Skyline dominiert wird. Selbst die Australier, die ich hier smalltalk technisch angesprochen hab, meinten, dass sie keinen großen Unterschied sehen würden.

Das einzige was mir hier aufgefallen ist, dass sehr viele Schilder zwei sprachig sind (und damit meine ich nicht das chinesisch aus dem Chinatown sondern die maorischen Wörter). Überall wird an das kulturelle Erbe der Nueseeländer erinnert, in dem viele Schilder in der Sprache der einheimischen übersetzt wird. Das fand ich ziemlihc spannend, denn in Australien wird das kulturelle Erbe (=Aboriginekultur) ziemlich überrannt. Deswegen bin ich heute im Auckland Museum gewesen, wo ich zufälligerweise während meines Lunches in einen der Maori Fremdenführer gerannt bin, dem ich meine neugierigen Fragen noch stellen konnte: Ich habe herausgefunden, dass die Maorisprache eine offizielle Sprache in Neuseeland ist und von Beginn der Besiedelung Neuseelands Gleichstellungsverträge unterzeichnet wurden, was zwar nicht immer geklappt hat, aber wenigstens hat man in der Theorie daran gedacht. Wieso konnte das in Australien nichts auch so laufen?

Ich habe einen Tagesausflug zu Waiheke Island gestern gemacht und die schöne Inselszenerie genossen bevor ich heute auf dem Skytower war, dem höchsten Turm der Südhemisphere. Wie gesagt sowohl in Australien als auch Neuseeland feiert sich ziemlich vieles als größtes/höchstes der Südhemisphere aufgrund mangelnder Konkurrenz...

Morgen abend fliege ich nach Los Angeles - dem letzten Stopover meiner Reise. Ich werde in L.A. angekommen bevor ich Auckland verlassen hab. Ich bin im Moment 12 Stunden vor europäischer Zeit und werde in L.A. 12 Stunden nach europäischer Zeit leben...Ich finde das klingt Jetlag!

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NYE – New Year’s Eve in Sydney! 10 Stunden vor Europa in 2011!  Verfasst: Samstag, den 01. Januar 2011 11:10

Blog von alexdownunder :Alex Down Under, NYE – New Year’s Eve in Sydney! 10 Stunden vor Europa in 2011!

In weniger als 10 Stunden werde ich Australien verlassen, blicke aber auf einen unvergesslichen Silvesterabend zurück. Um acht Uhr (morgens) klingelte gestern der Wecker, damit wir uns zu einen der beiden öffentlichen Viewing Points im Royal Botanic Garden aufmachen konnten. Wir haben uns für den Mrs. Macquaries Point entschieden, der für uns im wahrsten Sinne des Wortes zum Hotspot des Tages wurde.
Um zehn Uhr haben wir die Schlange erreicht, die meiner Meinung nach mehr Personen als Australien Einwohner hat, enthielt. Die Schlange ging durch den Botanischen Garten an der Art Gallery vorbei - also eine City Tour war noch inklusive bevor wir nach 4 Stunden endlich rein durften. Sofort haben wir uns auf die Suche nach einem tollen Ausschaupunkt gemacht und schnell unsere Handtücher zwischen andere Handtücher geworfen, um sowohl Oper als auch Brücke und Skyline zu sehen. So vollgepackt hab ich noch nie 10 Stunden verbracht. Nicht ein Handtuch neben dem anderen, sondern ein Handtuch über dem anderen beschreibt dieses Riesenpicknick wohl eher. Jeder lag im Bikini in der Sonne, denn bei 30 Grad, wolkenlosem Himmel und absoluter Windstille und keinem Schatten, frag ich mich immer noch wie wir es die 10 Stunden ausgehalten haben. Daher der liebevolle Nickname Hotspot.
Um neun Uhr war das erste Feuerwerk, welches für die kleineren Kinder gedacht war, damit diese ins Bettchen gehen konnten. Das war ein netter Vorgeschmack auf das Richtige um 12 und die Vorfreude ist gestiegen und gestiegen. Letztenendes haben wir 14 Stunden für 15 Minuten Feuerwerk gewartet, aber ich bereue keine Sekunde. Das Feuerwerk war der Hammer, mit Raketen überall, in der Brücke, über der Brücke, neben der Brücke, über der Brücke und auf den Hochhäusern der Skyline. Es war so wunderschön, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr rauskam. Die Stimmung war der Hammer und selbst nachdem das Feuerwerk zuende war, der Rauch noch in der Luft lag und man die Umrisse der Brücke und des Opernhauses gesehen hat, kam ich mir vor wie im Märchen. Ja hiermit geht mein Australienmärchen zu Ende, aber mit einem genialen Happy End! Genauso wie ich es mir gewünscht, erträumt und vorgestellt hab! Der nächste Eintrag kommt dann aus Neuseeland!

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Xmas on the beach, New Year's Eve in Sydney...das große Finale  Verfasst: Donnerstag, den 30. Dezember 2010 12:22

Australier verwundern mich immer wieder. Selbst nach über 300 Tagen in diesem tollen Kontinent am anderen Ende der Welt, ist der Australier mir manchmal immer noch ein Geheimnis. Während ich die Selbstironie liebe mit der Australier stolz behaupten Fremdsprachen zu sprechen (da Australischen Englisch ihre erste Fremdsprache ist eng gefolgt vom normalen Englisch als erste Fremdsprache) verstehe ich nicht wie locker die Australier bei Haien bleiben. Nach einem spannenden Roadtrip von Melbourne hoch nach Sydney, bin ich wieder in Sydney. Es ist mir ein Rätsel wie wir hier oben angekommen sind, denn wir hatten ein kleines Auto und waren fünf Mädels mit fünfmal Mädelsgepäck. Das heißt obligatorisch wurden alle zwei Stunden die Sitze getauscht und sich vergewissert, dass irgendwo unter Taschen, Rucksäcken und Tüten doch noch die eigenen Füße durchblutet werden. Aber wie gesagt wir sind in Sydney und aufgrund des Bombenwetters hier haben wir den heutigen Tag am Strand verbracht. Leider war schiwmmen heute nicht möglich, da 8 Haie in Strandnähe gesichtet wurden. Im zehn Minuten Takt kamen Durchsagen man solle zur eigenen Sicherheit aus dem Wasser bleiben und im Falle eines Haiangriffs wird kein Lifeguard rausschwimmen. Da würde man doch eigentlich denken, dass das Wasser menschenleer war, oder? Aber nein, das Wasser war voller den je und obwohl die Leute aus dem Wasser gewunken wurden, haben Australier versucht Haihappen zu werden. Komisch oder? Das war genauso in Queensland als davor gewarnt wurde aufgrund der Tsunamiegefahr nicht an den Strand zu gehen und zack, der Bus zum Strand war gerappelt voll...Kriegen die Australier zu viel Sonne ab? Vertragen sie Veggiemite nicht? Wieso macht man das?
Nunja was die Australier wahrscheinlich nicht verstehen werden, ist dass wir uns morgen früh ab 11 Uhr in den botanischen Garten zum Picknicken treffen werden, um die 13 Stunden bis Mitternacht zu warten, damit wir pünktlich zum Neujahr das Feuerwerk über der Harbour Bridge und dem Opernhaus sehen können! An dieser Stelle, euch allen einen guten Rutsch und alles Gute für 2011. Ich werde zehn Stunden vorher schon mal auschecken wie 2011 ist...versprochen!

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